Die vergessene Überschrift

Existiert meine Vergangenheit?

Vor zwei Jahrzehnten habe ich in einem bestimmten Lebenskontext mehrere CDs in unterschiedlichen Stilen gemacht ( Liedermacher, Rock, Pop, …). Wirklich ich? Prozessphilosophisch, psychologisch, biologisch, physikalisch – schwierig. Trotzdem kostet es mich viel Überwindung, eine dieser „Jugendsünden“ dieser CDs öffentlich zu präsentieren. Ist das nicht idiotisch, wenn es den von damals doch gar nicht mehr gibt?

„Tiefe Gefühle“, aus meiner CD „Aufwärts, bitte!“


Ich glaube, es war Hulls Tod, der mich heute in eine merkwürdige Stimmung versetzte. Oder was war es , das mich diese CDs heute in die Hand nehmen und und wider alle Vernunft das Lyric-Video erstellen lies?


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40 Gedanken zu „Die vergessene Überschrift

      1. In dem Moment, in dem wir es schaffen, die Peinlichkeit, die wir für unser früheres ICH empfinden, als „heiligen Gral“ anzuerkennen, schwindet ein Stück der Angst und öffnet uns für die Lust auf mehr heilige Peinlichkeiten.
        Mir hat deine Öffnung sehr viel Mut und Freude gemacht. Danke von Herzen lieber Stefan!
        Und außerdem ein wohltuendes Lachen ausgelöst – tiefe Gefühle sind manchmal Scheiß. Wohl war – über alle Zeiten erhaben.

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  1. Existiert meine Vergangenheit? Hull hätte wohl gesagt: ja und nein. Klar gibt’s einen roten Faden bis in die aktuelle Gegenwart. Aber Erinnerungen werden unzuverlässig. Je weiter man zurückschaut in Richtung Urknall, umso fremder wird man sich selbst. Das gehört zum Geheimnis der Existenz.

    Mir gefällt übrigens der junge Stefan ganz gut: „Tiefe Gefühle sind grosser Scheiss.“ So unfiltriert gibt’s dich heute kaum mehr. Nicht dass Filter nicht was ganz Nützliches sind. Doch, schon auch.

    Herzlichen Dank für die Verlinkung und Anteilnahme. Bin noch ziemlich neben den Schuhen. Das Ableben Hulls hat mich irgendwie mitgenommen. Aber das ist der Lauf der Dinge. Das Thema ist jetzt endgültig durch – für mich wenigstens.
    Herzliche Grüsse
    Tom, Luca und Lisa

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  2. Es hat ja auch mich neben die Schuhe gestellt. Ich kannte ihn ja doch eine ganze Weile… Meinen Dank, dass ich „die ganze Truppe“ kennenlernen durfte.

    Ja, sich selbst fremd. Und dennoch als wär’s erst gestern gewesen.

    Meinen herzlichen Dank, und liebe Grüße an dich!

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  3. Klar gibt es den von damals noch.😉
    Sonst würde es diesen Blog gar nicht geben.
    Ich kann dein „Unwohlsein“ verstehen, hatte ich doch mal versucht ältere Gedichte von mir erneut zu veröffentlichen. Es fühlte sich irgendwie falsch an, es passte einfach nicht, war auch etwas fremd.
    Aber ich finde es schön mal etwas anderes von dir, mit deinen jüngeren Ich, zu hören. 🙂
    Liebe Abendgrüße zu dir Stefan. 🌠
    P.S. Bist du mit an Bord bei deiner Werbung?

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    1. Ich dachte du haust heute Abend selbst in die Tasten 🎹🎶 Vielen Dank, Nati!
      Christine hat unser Projekt „Kinderliebe“ heute dort veröffentlicht, insofern bin ich schon dabei (das ist aber nicht der Grund für die Werbung, ich fand die Idee sofort super). Liebe Grüße auch an dich! ✨

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      1. Wenn du dir den Rest selbst erarbeitest und auch bezahlst anstatt verdienst, lege ich ein gutes Wort für dich ein. 😉
        Danke für den Tipp Stefan, ich folge mal und lasse mich überraschen.

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  4. Das hat Schmiss, sagt man das so?! 🙂

    Zu meiner eigenen Hörvitae: Da ist viel gelaufen, von Songwritern und Pop über Blues, Funk hin zu „Chillout“ um 2000, dann Elektronisches, Jazz, Ambient, auch diverses Experimentelle.

    Unlängst hörte ich mit meiner Frau ältere CDs von vor etwa 20 jahren an. Das lies sich gut anhören, aber ich würde mir solche CDs nicht mehr kaufen.

    Gottseidank werden wir andere, alles andere wäre schlimm.

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      1. Ich hatte eben noch nicht alles gehört, was es so gibt, deswegen trieb es mich immer weiter. Daher blieb ich kaum beim Gehörten und ging weiter.

        Meine Frau hat aktuell Jazz aus der Veranstaltung unserer Jazzini mitgebracht, das klang gut, sogar der eher traditionelle Jazz.
        Ich war nicht dort wegen Angst vor Ansteckung. Das war für mich recht hart, nicht hingehen zu können.

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      2. Naja, wenn du schreibst „Das lies sich gut anhören“ und „trieb es mich immer weiter“, dann sind wir ja ganz schön dicht beieinander. 🙂
        In Sachen Jazz war ich übrigens ein Fan von Volker Kriegel (da hatte Virtuosität echt Inhalt), und der Amerikaner mit dem Bass (komme einfach nicht mehr auf den Namen nach all den Jahren).

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  5. Danke! Volker kriegel ist mir bekannt, aber nicht deutlich.
    Zu jazz zähle ich für mich franceso tristano und nik baertsch, beide zumindest in weiterem Sinne.
    Muss anführen, dass Musik sehr wichtig für mich ist, aber dass ich dennoch kein Experte bin.
    Experte bin ich nur in Schach und Kunst .
    Das muss gesagt werden.
    Expertentum ist sehr rar.

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      1. oder übermutig? 🙃
        Es ist eine sehr schöne Stimme, finde ich ! Ab dazu drängen möchte ich dich nicht. Das kannst nur du entscheiden. So geht’s mir mit den alten Bildern auch oft. Liebe Grüße, Petra

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