Das vergessene Schweigen

Bitte Kopfhörer benutzen. Danke.

20 Gedanken zu „Das vergessene Schweigen

  1. Das ist eine faszinierende, mächtige Musik. Sie passt auch gut in diese Landschaft im Video – faszinierend schön, aber auch einsam und vor allem sehr vielschichtig. Irgendwie hat sich bei dieser Musik im Verbund mit den Bildern eine Vorstellung eingestellt, dass so ein Film enden könnte. Eine Dokumentation über einen Menschen, der in solchen Gegenden sehr zuhause war und der um ihrer Faszination und Schönheit willen auch ihre Risiken in Kauf genommen hat. Von seiner letzten Expedition ist er nie zurückgekehrt. Und die Musik ist ein Abschiedsgesang, der Trauer ausdrückt aber auch viel Wärme und irgendwo sogar die Hoffnung, er möge in einer lichtvollen Dimension sein Seelenzuhause gefunden haben…
    [Ich gehe nicht davon aus, dass diese Geschichte wirklich etwas mit Musik und Video zu tun hat – aber es ist meine Impression, die ich hier nun einfach wiedergebe.]
    Mit einem klangerfüllten, herzlichen Abendgruß 🐻

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    1. Nach deinem Kommentar brauchte ich erstmal einen Moment, mich zu sammeln… Es ist etwas schwierig, darauf zu antworten. Ich wollte mich als Person zurückhalten, überschrieb den Beitrag (wenn auch mehrdeutig) mit Schweigen und schrieb keinen Text. Aber die Musik schrieb ich …. Ja, unmittelbar war deine Geschichte, die fantastisch zu Video und Musik passen würde (hast du wirklich keinen Fernseher? 🤔), nicht der Hintergrund. Doch irgendwie im übertragenen Sinne … Verzeih, wenn ich schwammig bleibe.
      Ich bin in der Musik kein Geschichtenerzähler. Dazu fehlt mir die Fähigkeit. Und doch hast du eine Geschichte daraus gelesen. Nicht irgendeine. Tiefen Dank, lieber Random.
      Ganz liebe Grüße an dich. 🙂

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      1. Hab‘ ganz lieben Dank für deine bei aller Zurückhaltung vielsagende Antwort. 🙂
        Meine sehr grundlegende Überzeugung ist die, dass ein Werk primär authentisch und in sich stimmig sein muss – und dann fließt auch vieles mit ein, was sich der Urheber gar nicht bewusst ausgedacht hat. In der Musik ganz bewusst eine Geschichte zu erzählen, kann eine faszinierende Angelegenheit sein. Ich denke etwa an Dukas‘ Zauberlehrling, bei dem der Handlungsverlauf des Gedichts sehr klangbilderreich wiedergegeben wird. Unser (Er)Leben hat aber Dimensionen, die sich nicht in Worten ausdrücken lassen. Und das kann sich in der Musik ausdrücken, wenn man ihr einen natürlichen Fluss zugesteht und ihr erlaubt, sich ein Stück weit selber zu komponieren. 🙂
        [Für meine Art der Wahrnehmung wäre ein Fernseher wahrscheinlich eher ein Störfaktor. 😉 ]

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      2. Ich glaube, dass das absolut wahr ist. Der Zauberlehrling ist ein gutes Beispiel für das Erkennbare. Ich selbst denke da an Shabakouh. Nach der Uraufführung seiner 2. Sinfonie schrieb ich ihm, dass er ein Erzähler sei, während ich nur Sätze in den Raum werfe. Er hat, wie du so klar sagst, Dimensionen ausgedrückt, die sich nur in der Kunst ausdrücken lassen, die sich ein Stück weit selbst komponiert haben. Mit dieser Erkenntnis habe ich beschlossen, mich zu beschränken, bzw. zu erkennen. Ich mache kleine Musik. Mehr kann ich nicht. DAS (u.a.) steht ganz bewusst hinter meinem Adagio. Und nun doch mal offen: Dass mich die Beschränkung nicht beschränkt, wie ich an deinen und Arianas Worten erkenne, ist ein ganz großes Geschenk von euch an mich. Danke dafür!!!

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    1. Deine Wahrnehmung bedeutet mir so viel, liebe Ariana. Um so mehr, weiß ich doch, dass du einen Rückzug, eine Pause brauchst. Von ganzem Herzen Danke, für dein Zuhören, dein Einfühlen, deine Worte!
      Liebe Grüße an dich und eine erholsame Zeit.

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    1. Um noch offener zu antworten: Beim Schreiben dieses Stückes hatte ich einige Male den Gedanken, mich mit diesem Stück vom Komponieren zu verabschieden. In der letzten Zeit hatte ich das Gefühl, dass ich nichts mehr zu sagen hätte. Die Reaktionen, euer Hören und Erspüren überwältigen mich gerade etwas. Von Herzen meinen Dank, lieber Franz.

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      1. Warum immer die, welche noch ganz viel zu sagen und zu geben haben, das Gefühl haben, nichts mehr ausdrücken zu können, während andere einfach heiße Luft von sich geben und damit unendlich viel „Erfolg“ und „Anerkennung“ finden, werde ich wohl nie verstehen, oder vielmehr nicht nicht verstehen, denn diese Welt war für mich immer eher ein Buch mit sieben Siegeln, schwer verständlich und vor allem kaum mehr zu verdauen, zu ertragen. Und dennoch: gilt es diese Last zu tragen, ohne Murren und Klagen, und zu tun, wofür wir gekommen sind. Gerade gestern wieder ein Erlebnis gehabt, das mir zeigte, es gibt nichts zu versäumen, wenn der/die Einzelne einfach nur bei sich und wach(sam) bleibt, wird, sein will und AUTHENTISCH. Einfach ist. EINFACH ist. Einfach IST. Der äußere Erfolg, Ruhm, sogar einfachste Anerkennung sind tatsächlich unwesentlich. Wenn dann KOMMUNIKATION stattfindet, überwindet diese Zeit und Raum, und sie findet statt zwischen FÜHLENDEN. Egal, woher sie kommen und wo sie grad stehen, ganz egal. Da heben sich auch Klassendenken auf. Und kommt eben zum Wesentlichen, Verbindenden.

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      2. Diese einfache SEIN und die verbindende Kommunikation zwischen Fühlenden: Danach sehne ich mich. Eine solche Begegnung, kurz und nichts Großes, hatte auch ich gestern. Es ist einfach, das einfache Sein, und es könnte es öfters sein, doch wie du sagst, liebe Silvia: Meist ist dieses Buch mit sieben Siegeln kaum zu verdauen und zu ertragen.
        Ganz lieben Dank für dein Worte. ❤️

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  2. Ich habe nur zugehört, und nicht wirklich die Bilder gesehen. Eine Traurigkeit erfasste mich, die mich sogar zum Schluchzen brachte. Passiert nicht oft. Ich bin nicht sicher, ist es deine, ist es meine – wohl irgendwo beides und noch viel mehr. Eine Welt geht grad unter und mit ihr die Menschen. Die Nachrückenden haben noch keine Ahnung und vermutlich ist das gut so. Ich dachte auch an Arkis (ich habe ja von seinem Gehen durch dich auf Youtube erfahren und war ziemlich erschüttert …). Herzliche Grüße! Silvia

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    1. Liebe Silvia,
      in den letzten Tagen, an denen ich abends am Adagio arbeitete, gab es so manchen Schluchzer. Es sind vielleicht viele Abschiedsgefühle in die Noten gerutscht, wer weiß… Durch euer aller Worte und Empfinden geht gerade sehr viel in mir vor. Ich danke dir von Herzen.
      Ganz liebe Grüße an dich!

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