Beat-Musik

Die Überschrift passt nicht zu diesem Beitrag?
Doch. Aber das kläre ich nicht auf.

Random Randomsen hat in zwei Kommentaren (hier und hier) zu meinem letzten Beitrag „Madeleine“ ein Konzept für ein kleines 4-sätziges Werk rund um das Musikstück „Madeleine“ entwickelt. Ich habe ein paar Noten dazu gemacht.


Zwei kleine Freiheiten habe ich mir genommen (Wiederholungen aus „Madeleine“ – leicht variiert – tauchen erst in Nr. 4 auf, und das Attacca habe ich um einen Satz verschoben).

Ansonsten:

1. Opernfreunde sehen mir meinen kleinen Scherz bitte nach.

2. Es kann passieren, dass ich meine unterbrochene Blogpause nun fortsetze.

21 Gedanken zu „Beat-Musik

  1. Das ist fantastisch.Da hast du dieses skizzierte „Gerüst“ tatsächlich in kürzester Zeit mit sinnvollem Inhalt gefüllt. Ich bin gleichermaßen begeistert und beeindruckt. 🌟
    Es ist bemerkenswert, wie gut „Madeleine“ hier ins Gesamtkonzept passt. Wobei die Klarinette hier für mein Empfinden die „schmerzliche Komponente“ eher noch betont. So bedarf es auch nicht der langen Version, die ja auf den Film gemünzt war. Ganz interessant finde ich diese Gegensatzpaare 1/3 und 2/4. Während 1 irgendwie „schnatterhaft“ wirkt (was ein innerer Zustand gedanklicher Unruhe sein kann oder auch eine Person darstellen kann, die hektische Unruhe verbreitet), wirkt die 3 im positiven Sinne „flatterhaft.“ Quirlige Lebensfreude eines einstigen „Wurmes,“ der sich als Schmetterling entpuppt. Bei 2 und 4 fällt mir das Stichwort „Feierabend“ ein. Wobei 4 eben die entspannte Ruhe nach vollbrachtem Werk ausstrahlt, während der „Feierabend“ bei 2 nur eine Metapher ist, die genau so gut „Ende der Fahnenstange“ heißen könnte.
    Die Idee mit den Scherenschnitten finde ich toll. Sie unterstützen die Klang-Bilder auf einfache aber eindrückliche Weise.
    Der Scherz hat sich übrigens unbemerkt an mir vorübergeschlichen. Oper ist auch nicht unbedingt mein tägliches Brot. Aber vielleicht hat es doch mit etwas zu tun, was ich eigentlich kennen müsste?
    Ganz lieben Dank an dich für die großartige Umsetzung meines Ideengerüstes. Du hast mir damit eine riesige Freude bereitet. 🙂
    Mit herzlichen Grüßen zum zaubererfüllten Abend 🐻

    Gefällt 4 Personen

    1. Wow, dass du dich so freust, macht mich richtig glücklich! 🙂
      Ja, es ist, wie es deine Idee war, ja um „Madeleine“ herumgebaut. Und die Klarinette wurde nach einigem Ausprobieren zum empfundenen „muss“.
      Die beiden „Gegensatzpaare“ waren nach meiner Deutung deine Vorgabe. 1, 2 und 4 scheinen so anzukommen, wie sie gedacht waren. Bei Nr. 3 noch mehr, und da bin ich verblüfft. Dein Wurm- und Schmetterlingsbild zur Nr. 3 finde ich nicht nur ganz zauberhaft, es ist auch höchst zutreffend. Um das zu erläutern, komme ich zunächst auf die Oper: Die Scherenschnittdame Nr. 3 heißt Estelle, was so viel heißt wie „Der Stern“. Und das kleine Musikzitat ist aus der Arie „E Lucevan Le Stelle“ aus der Oper Tosca von Puccini (hier von meinem Lieblingstenor Gigli gesungen: https://www.youtube.com/watch?v=D5HwI2hMiDI ; die zitierte Stelle ist gleich in der Eingangscantilene der Klarinette (!) zu hören). „E Lucevan Le Stelle“ heißt „Und die Sterne leuchteten“. Klar, es geht da um Liebe. Verliebtsein ist die „erlösende Unruhe“, deine Vorgabe für diesen 3. Satz. Estelle hat sich verliebt (doch es schwingt ein „Da stimmt was nicht“ mit). Und die leuchtenden Sterne über der Verliebten sind ein Einblick in die Natur, „Gazes into Nature“. Der 3. Scherenschnitt greift den Gestus aus Nr. 2 meiner „Gazes into Nature“ auf, des „Butterfly’s request to the cherry blossom“. Und damit sind wir bei deinem Schmetterling gelandet. Das ist echt verblüffend…
      Mit deinem Kommentar und deiner Freude hast du mir eine riesige Freude bereitet. Von Herzen Danke dafür! Ganz liebe Grüße an dich! 🙂

      Gefällt 3 Personen

      1. Hab‘ lieben Dank für deine erhellenden (!) Erläuterungen. 🙂
        Das Opernzitat ist tatsächlich unfehlbar wiederzuerkennen. Es ist mir auch nicht gänzlich unbekannt – wobei „Tosca“ sich nicht in meinem CD-Archiv befindet.
        Diesen weiteren Bezug zu „Gazes into Nature“ finde ich spannend. Und dass mir daraus gleich ein Schmetterling entgegenfliegt ist schon eigentümlich. 🙂
        Das „Gerüst“ basierte schon auf der Idee, das um „Madeleine“ herumzubauen. Allerdings hätte es mich nicht gewundert, wenn sich das durch eine Eigendynamik des Projektes merklich verändert hätte. Dass es so unmittelbar ins Gesamtkonzept passt, hat mich letztlich doch ein wenig überrascht. 😀

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      2. Dass ich mich so streng an ein „Gerüst“ halte, ist auch für mich neu (deswegen haben meine längeren Stücke meist Schwächen in der Form). Aber dein Konzept war so genial, dass ich mich einfach daran versuchen musste. Du hast ein gutes Gespür, was geht. Meinen herzlichen Dank für diese wunderbare Kooperation!! 🙂

        Gefällt 2 Personen

      3. Ich finde es jedenfalls klasse, dass das so „knitterfrei“ geklappt hat. ✨ Die Idee ist aus den Tiefen der Madeleine aufgetaucht und hat sich bald zu dieser „Gerüst-Form“ konkretisiert. Sagenhaft, dass du daraus gleich Nägel mit Köpfen (oder in diesem Fall besser: Noten mit Hälsen) gemacht hast. Meinen Herzensdank dafür. 🌸

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      4. Vielleicht war es diese deine feinfühlige Wahrnehmung, die mich über deine fantastische Idee hineintrieb. Ich gestehe, dass die Arbeit daran mich gestern und heute an meine Grenzen gebracht hat (zum Glück habe ich gerade Urlaub 😂). Ob das nun meinerseits gelungen ist oder nicht: Es war also etwas wichtiges. Von Herzen Danke. ❤️

        Gefällt 2 Personen

      5. Theoretisch müsste ich jetzt ein schlechtes Gewissen haben, weil dich meine Idee viel Mühe und kostbare Urlaubszeit gekostet hat. In der Praxis hat das schlechte Gewissen allerdings einen schweren Stand, weil das Werk so gelungen ist. 🌼

        Gefällt 1 Person

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